Wie können wir uns wieder „lieben“?

Foto: Adobe Stock 96826156
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In den ersten Jahren einer Partnerschaft überwiegt die Verliebtheit, Lust, Liebe und Lebendigkeit halten die Beziehung zusammen.

Ohne dass man es bemerkt, schleicht sich Gewohnheit ein, es gibt immer öfter kleine Missverständnisse und Irritationen, es wird häufiger gestritten und die Partner ziehen sich vielleicht etwas zurück. Die Achtsamkeit füreinander schwindet, die Begegnungen sind eher von Gewohnheit und Routine geprägt.

Grund dafür sind manchmal die alten Verletzungen, die sich wieder bemerkbar machen. Dadurch werden die „Schutzmauern“ eher noch verstärkt und der Weg zueinander immer schwieriger.  Wenn es also gelingt, die Emotionen loszulassen, dann ist der Weg wieder frei für eine glückliche Beziehung.



Zusammen leben ohne wirkliche Nähe ...

Kennen Sie das? Sie leben zwar zusammen, verbringen aber nicht wirklich Zeit miteinander. Selbst im Urlaub bleiben kaum Momente, die Tiefe und Nähe entstehen lassen. Alles andere ist wichtiger, die Beziehung bleibt langsam auf der Strecke ...

Wir sind im Allgemeinen viel zu Kopf-gesteuert, nehmen uns keine Zeit mehr für eine achtsame Verabschiedung am Morgen, kleine Berührungen, ein gemeinsames „Ritual“ am Abend. Oft stehen uns unser verletztes inneres Kind, innere Prägungen oder auch mangelndes Körperbewusstsein im Weg.

Wie schaffen wir es, weicher zu werden, in Fluss zu kommen und Nähe zuzulassen? Indem wir miteinander Dinge tun, die im Alltag verloren gegangen sind: kreativ sein, sich gegenseitig im körperwarmen Wasser sanft bewegen – ganz absichtslos – Geborgenheit und Urvertrauen spüren. Gelingt es, miteinander ins Fließen zu kommen, können sich auch problembeladene Themen auflösen.

Foto: Adobe Stock 184694539
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Das tut auch allen anderen Paaren gut, die das Gefühl haben sie möchten ihre Beziehung stärken oder ihr zu neuer Kraft verhelfen. Es gelingt am besten, wenn Sie sich in einem ganz entspannten Rahmen neue Impulse holen, alte Muster auflösen.



Alte Verletzungen und Erfahrungen stehen oft der Beziehung im Wege

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Warum zerbrechen so viele Partnerschaften sehr frühzeitig? Warum geraten wir immer wieder in die gleichen unerfreulichen Situationen, wenn es um Beziehungen geht?

 

Fragen, die uns dabei bewegen: Warum ziehe ich immer den Kürzeren? Warum werden meine Bedürfnisse nicht respektiert? Warum bin ich vom Anderen ständig genervt?

 

Die wahren und tiefliegenden Ursachen für diese kleinen und größeren Beziehungs-„Killer“ liegen oft im Unterbewussten vergraben. Alte Verletzungen, Emotionen und Glaubensmuster wollen erkannt werden. Denn entgegen unseren Wünschen kreieren wir uns dadurch Schutz“wälle“, die es nicht ermöglichen uns wirklich auf die Partnerschaft einlassen zu können.
Durch Auflösung dieser Blockaden ist es wieder möglich, dem Partner bedingungslos, wertschätzend und auf Augenhöhe zu begegnen – und die Beziehung glücklicher zu gestalten.



Wir brauchen nicht so fortzuleben, wie wir gestern gelebt haben. Macht Euch nur von dieser Anschauung los, und tausend Möglichkeiten laden uns zu neuem Leben ein.

 

Zitat Christian Morgenstern


Wie Archetypen und Lebensprinzipien in Beziehungen wirken

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Jeder von uns ist geprägt durch sein Geburtshoroskop, vor allem dem Sternzeichen, dem Aszendenten und dem Zeichen, in dem der Mond steht – mit unterschiedlicher Gewichtung. Das sind Urmuster, die uns bestimmte Verhaltens- und Denkweisen mit auf den Lebensweg geben. Diese „Urprinzipien“ bestimmen unser grundsätzliches Lebensgefühl, aber auch wie wir uns kleiden, was wir essen oder wie wir unser Zuhause gestalten.

In Beziehungen passen manche „Sternzeichen“ (= Urprinzipien) besser zusammen, andere weniger. Und jeder hat so seine Besonderheiten: Der Krebs/Mond schmollt manchmal, die Stier/Venus will kuscheln und ein Jungfrau/Merkur-Geprägter möchte gerne gelobt werden. Das ist schon in der Kindheit so.

Genauso verhält es sich im Raum, manches tut dem einen gut, dem anderen eben nicht. Wir können uns jedoch Lebensräume schaffen, die der eigenen Prägung entgegenkommen, Geborgenheit und innere Stärke bieten. Das vermeidet Konflikte – und ist auch im Zusammenleben mehrerer Personen möglich. Die Raumpsychologie bietet hier ebenfalls Ansatzpunkte: Stellen Sie sich vor in Ihrer „Beziehungsecke“ steht der Kühlschrank oder Sie wünschen sich Kinder und dieser Bereich ist im Grundriss gar nicht vorhanden.

Wissen wir, wie diese Lebensprinzipien wirken, können wir viel gelassener und bewusster mit Situationen und Gegebenheiten umgehen. Und unsere Beziehungen gelingen ...



Tipps zu Achtsamkeit für jeden Tag

Beitrag zum Thema im Magazin „Flow“ Ausgabe 40 | März 2019
Achtsamkeitsexperte Boris Bornemann erklärt, wie Sie in der Beziehung den Blick für das Gute behalten. Über Schlendrian, Aufmerksamkeit, Gewohnheit, Zuhören und die kleinen Dinge des Alltags ...